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Die Lüge
Von Philipp | 22.Februar 2012
Schon oft war hier die Rede von Idealen der Wahrheit und Wahrhaftigkeit, der Aufrichtigkeit, des Anstandes und der Ehre – vor allem um zu beschreiben, was sich so schmerzlich in der politischen Führungsebene vermissen lässt. Das verachtete und bekämpfte Gegenteil -der Unwahrheit und Lüge- dagegen wird als solches zwar genannt, den einen unterstellt, von anderen erwartet, aber selbst nicht näher betrachtet, so wie überhaupt jede nähere Betrachtung ganz missliebiger Eigenschaften den öffentlich betrachtenden in die Nähe dieser Eigenschaften stellen muss. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die Lüge, derer wir uns nach statistischen Erhebungen bewusst oder halb unbewusst alle täglich bedienen.
Lügen heißt, die Unwahrheit sprechen, den anderen zu täuschen und wider besseren Wissens die Unwahrheit zu erzählen. Für manche ist auch das bewusste Weglassen von Wahrheiten und die fragmentarische Herausgabe von Informationen eine Unwahrheit und damit Lüge – ob beim zitieren anderer oder dem verschweigen entlastender und der eigenen Intention entgegenstehender Fakten. Wir verachten die Lüge, weil sie Vertrauen zerstört und Misstrauen sät, dass uns als soziale Wesen besonders in unserem Sicherheitsgefühl bedrohen muss und daher im eigenen Anspruch bekämpft wird. Einmal zerstörten Vertrauens ist nur schwer, manchmal nur über das tatsächliche Vergessen der Enttäuschung und gelegentlich niemals mehr wieder zu gewinnen. Wohl keine Gesellschaft, ob vom kleinsten Kern der Zweierbeziehung über die Familie bis hin zu komplexen Staatssystemen könnte ohne den Anspruch an die Wahrheit auskommen. So zeigt sich denn auch in unseren Normen und Gesetzen dieser Anspruch deutlich: Kinder die lügen gehen ohne Abendbrot ins Bett, der Meineid vor Gericht bringt Gefängnisstrafe und Personen des öffentlichen Lebens werden auf eine ertappte Lüge hin gesellschaftlich geächtet. Es kann aufgrund dieser grundlegenden Konventionen, die wohl nicht nur als anerzogen, sondern unserem Wesen immanent erkannt werden müssen, richtig, die Lüge genauer zu klassifizieren.
I.) Kann es Ehre in der Lüge geben? Zunächst mal nicht, wenn wir unserem Anspruch der Ächtung von Unwahrheit und Unaufrichtigkeit treu bleiben wollen. Doch sollte man hier vorsichtig sein. Denn wie oft schon haben wir gelogen, um andere zu schützen? Vor uns selbst sprechen wir dann nicht von einer Lüge, sondern von einer kleinen Unwahrheit oder einem etwas ausgedehnten Wahrheitsbereich. Wir schützen andere und sprechen so selbst die Unwahrheit, in der Überzeugung, so dem kleinen Übel des unrichtigen Verhaltens den großen Gewinn der moralischen Rechtfertigung gegenüberzustellen. Dass aus Sicht anderer die Moralität die Lüge hier nicht überwiegt, bleibt vielfach zunächst einmal unbeachtlich, da aus individueller Überlegung heraus doch “richtig” gehandelt wird. Diese Lüge ist wohl die am wenigsten schwere.
II.) Wer kennt sie nicht? Von Kindesbeinen an schützen wir uns selbst durch kleine Schwindeleien und tun es noch im Alter. Die Notlüge ist so fester Teil des Verhaltensrepertoires, dass sie wohl noch vor keinem lebenden Menschen halt gemacht hat. Sogar bei Tieren ist sie zu beobachten wenn beim Affen oder Hunden zu beobachten ist, wie sie versuchen, als unschuldig an ihren Taten zu gelten. Die Notlüge soll uns vor Strafe oder Missbilligung bewahren. Wir empfinden sie durchaus als falsch, nutzen sie aber dennoch um der als schlimmer angenommenen Strafe zu entgehen. Hierbei ertappt zu werden reicht oftmals schon – das sich schämen vor dem eigenen Verhalten ist vielen schlimmer als jede andere Bestrafung. Die Notlüge kann unterschiedlich schwer sein und ist doch in ihrem Wesen stets gleich. Sie ist die nach der Schutzlüge weniger schwere Form der Lüge und ist doch trotz aller individuellen und Situationsbezogenen Rechtfertigungen in ihrer Gesamtheit abzulehnen.
III.) Eine schwere Form der Lüge ist die Vorteilslüge. Hierbei wird bewusst die Unwahrheit gesprochen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Was zählt, ist weder der Schutz anderer noch der eigene, sondern nur das persönliche Weiterkommen. Wohl kaum eine Form der Lüge wird mehr verachtet, vor kaum einem Verhalten wird mehr gewarnt als vor solchem. Wer zum eigenen Vorteil lügt und betrügt kann sich nicht rechtfertigen und muss um sein falsches Verhalten ahnen oder, bei mangelndem Schuldbewusstsein oder einer ideologischen Rechtfertigung, die sich wie eine Decke über alle Sünde legt, zumindest um die Verachtung der anderen wissen. Nur eine Lüge übertrifft diese noch.
IV.) Die Schadenslüge. Wer lügt, um anderen einen Schaden anzutun,kann auf keine Vergebung durch die Gesellschaft oder seinen nächsten hoffen. Nun kann über die Minderung der Schwere der Schuld gestritten werden, wenn Gründe der Rache oder Revanche vorlagen, die erlittenen Schaden ausgleichen sollen. Gleichwohl ist die Lüge aus Boshaftigkeit geradezu auf einen Nenner gebracht der Grund dafür, dass wir alle Wahrheit und Anstand fordern und das Gegenteil verdammen.
Nun wird man wohl selten auf eine reine Form der Lüge treffen. Wer lügt aus Gier, schadet andren und wer lügt, um andere zu beschützen, lügt bald auch, um sich selbst vor der folgen der ersten unwahrhaftigen Worte zu schützen. Doch wer hat schon in der Natur reine Farben gesehen? Welches rot ist nicht getrübt durch dunklere Töne oder erhellt durch weiß und gelb? Welches grün und blau tritt uns nicht entgegen, ohne eine Verbindung mit einer anderen Farbe eingegangen zu sein? Immer sind es Nuancen einer Grundrichtung, die uns begegnen und so ist es auch mit der Lüge. Wir benutzen sie selbst aus unterschiedlichen Gründen heraus und unterscheiden uns in der Sicht der Unwahrheit oft von der Bewertung der Menschen um uns und doch sollten wir sie, obschon wir ihr täglich begegnen, nicht die Gütigkeit der Ignoranz oder gar der Akzeptanz zuteil werden lassen. Denn obschon die Lüge nie verschwindet, kann nur eine Gesellschaft im Streben nach Aufrichtigkeit, Wahrheit, Anstand und Ehre im Inneren gesund sein, da sie nicht zur Beute einer zerreißenden Wertelosigkeit wird, die am Ende bei aller Gewöhnung an schlimme Umstände zum Tod der alten Gesellschaft werden muss.
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2 Kommentare to “Die Lüge”
Kommentare
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Für die Rot_Links-Grün_Innen ist die Lüge ein geheiligtes Mittel, denn ganz egal, die Partei hat immer Recht……
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Nicht nur die Links-Grün-Innen ist die Lüge ein heiliges Mittel , sondern auch Schäuble-Merkel und co lügen das die Balken sich biegen und alle Parteien machen auch nicht vor Rechtsbruch halt .Alle Politiker sind Verbrecher die unsere Nationalität ,unser sauer verdientes Gespartes und unsere Rechte berauben wollen . Die Lügen und Ängste die sie über uns ergießen ,schreit zum Himmel . Hilfe ,holt mich hier raus ich bin eine Freiheits – und Gerechtigkeit-und-Demokratie -Befürworterin wie kann ich den Lügen von Politiker in Deutschland entkommen . Hilfe ,überall sind diese Lügenbarone_innen am Werk ! Wann wird die Todesstrafe der EU -Union zum ersten mal angewendet ,es wird wohl für einen EU-Union – und Islamkritiker angewendet werden ,als mahnendes Beispiel ! Es ist nur eine Frage der Zeit . Denn die Lügen über die EU-Diktatoren und der Islamanhänger werden immer dreister und die Arsch-Kriecherei der Politiker zum Islam ,immer tiefer . Lügen über Lügen beherrscht unser Land und Europa ,liebe Europäer erwacht endlich aus diesem Dornröschenschlaf und erhebt Euch gegen solche Politiker die unsere Staaten zerstören wollen mit ihren Lügen und ihrer undemokratischen EU-Diktatur .
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