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Kann €uropa den gordischen Finanzknoten zerschlagen?
Von Freddy Kuehne | 23.Mai 2012
Es war einmal…
so schön im Europaradies: mit Einführung des Euro bekamen die weniger wirtschaftsstarken Südeuroländer den gleichen Zinssatz für Kredite berechnet, wie die starken Euroländer.
Dadurch ließen sie sich zu Konsumausgaben auf Pump verlocken – und produzierten somit die Staatsschuldenkrise, die nunmehr schon fast 3 Jahre andauert – und es ist immer noch kein Ende in Sicht.
Wie auch soll man so unterschiedliche Verhaltens- und Mentalitäts- und Wirtschaftsweisen zusammen in einem Währungsgebiet steuern? Verfolgt die EZB nun das Ziel der Preisstabilität, dann muss sie in Bälde vermutlich die Zinsen erhöhen. Das würde die nordeuropäischen Länder und Verbraucher freuen, da die Preise dann stabil bleiben und ihr erspartes Vermögen (in Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, etc.) nicht durch die Inflation aufgefressen wird.
Die überschuldeten Südeurostaaten dagegen würden unter der Zinserhöhung leiden. Ihr Finanzsystem würde über kurz oder lang komplett zusammenbrechen, ihnen drohte das Schicksal Griechenlands, das – ohne Finanztransfers aus Nordeuropa – schon längst insolvent wäre.
Einen weisen Mittelweg zu finden wäre des Rätsels Lösung.
Die strikte Schuldenbremse (so gut sie für Nordeuroländer funktionieren wird), wird den Krisenstaaten im Süden Europas nicht helfen. Ihre Wirtschaft wird weiter abgewürgt, eine Teufelssprirale mit Rezessesion und weiter steigenden Schulden wäre der Fall.
Da aber Eurobonds den Südeuroländern die Verantwortung für ihr finanzielles Gebahren defacto aus der Hand nehmen würden – sie also Schulden aufhäufen könnten, für die nicht sie selbst sondern die Nordeuroländer geradestehen müssten – sind sie kein Instrument, mit dem sie auf Dauer zum soliden Haushalten motiviert werden. Eher werden sie im Gegenteil motiviert und in Versuchung geraten, unsolide zu wirtschaften, da sie selbst die Rechnung nicht begleichen müssten.
Externe Verknüpfungen:
Eurobonds scheiden daher als Werkzeug zur Lösung der Schuldenkrise aus.
Sinnvoller wäre daher die Einführung von parallel gültigen Währungseinheiten, wie einem Südeuro – oder dem “Geuro” – wie jetzt auch Bundesbankpräsident Weidmann vorgeschlagen hat.
Somit könnten die wirtschaftlich schwächeren Eurostaaten offiziell im Euroraum verbleiben, was auch für den gesamteuropäischen Interbankenmarkt von Vorteil wäre. Zeitgleich aber könnten sie mit Hilfe der Zweitwährung auch ein zweites Inflations- und Zinsniveau erhalten.
Die Steuerung von Wirtschaftsräumen mit fundamental unterschiedlichen Grundlagen und Daten wäre so auch für die Europäische Zentralbank einfacher zu handhaben.
Es ist jetzt höchste Zeit zum Handeln. Der gordische Knoten zwischen dem strukturschwachen Süden und dem starken Norden Europas muss zerschlagen werden und auf eine andere flexiblere Weise gelöst werden.
Weitere Schritte wie die vom israelischen Notenbankchef Stanley Fischer vorgeschlagene 1-Prozent-Regel (als maximale Ausgaben-Steigerungsrate der öffentlichen Haushalte), sowie vorübergehende Mehrwertsteuerabsenkungen in den überschuldeten Staaten, sollten dringend geprüft werden.
Zudem besteht für Deutschland als letzter Schritt auch der Ausstieg aus dem Euro – und folglich die Wiedereinführung der Deutschen Mark (siehe externe Verknüpfung zu den Deutschen Mittelstands Nachrichten).
Weiteren Zeitverlust kann sich Europa nicht mehr leisten.
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Topics: Europa, Finanzen | 6 Kommentare »
6 Kommentare to “Kann €uropa den gordischen Finanzknoten zerschlagen?”
Kommentare
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Hollande will Euro-Bonds . Deutschland sollte sofort aus dem Euroa aussteigen ,zusammen mit den anderen Zahlstaaten . Es wäre sonst ein Armutszeugnis wenn Deutschland und die anderen Regierungen sich auf sowas einlassen . Hollande und die anderen sollen sehen wie sie zurecht kommen . Raus aus dem Euro und raus aus der EU . Unsere Politiker müssen sich endlich von dieser Wahnsinns-Idee “Die Vereinigten Staaten von Europa ” verabschieden . Die Völker wollen diese EU-Diktatur nicht ,oder wollen diese Politiker dies noch mehr erzwingen ,bis noch mehr Wut auf sie gerichtet wird ? Jedes Land soll sein eigens Geld wieder einführen ,jedes Land soll seinen eigenen Gesetze wieder nach gehen,jeder sollte auch seine Schulden alleine bezahlen , Grenzen wieder schliessen und und .
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Hollande ist Sozialist und das spürt man auch sofort.
Er zeigt das für Sozialisten typische Verhalten , nämlich Geld auszugeben das ihm nicht gehört und das dann auch von Frankreich nicht erwirtschaftet werden muß.
Es gibt nur eine wirklich vernünftige Lösung die auch im Sinne der Völker wäre : Schluss mit dieser EUdSSR , Rückkehr zum Europa wie es vor der EU-Idiotie war. Anderfalls drohen Not und Elend in ganz Europa.
Aber vielleicht ist das ja so gewollt und außereuropäische Menschenfreunde sind dann sofort
mit Finanzhilfen zur Stelle – natürlich völlig uneigennützig !!!
Karl Schippendraht
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” Kein Nerv mehr auf Euro ” http://www.zukunftskinder.org
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” Die Alternativlose ” http://www.korrektheiten.com
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Hollande will Rente mit 60 ! Ha , und die Deutschen sollen bis 67 . http://www.hartgeld.com
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Kein Grund zur Aufregung: Le boche payera tout.
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